Testung & Beratung zu HIV / STI und sexueller Gesundheit

Beratung

Beratungsstellen

PEP – Post-Expositions-Prophylaxe

Testangebot

Testzeitpunkt

PrEP – Prä-Expositions-Prophylaxe

HIV-Übertragung

Hygiene

Informationen zu HIV und STI

Allgemeine Informationen zu HIV / AIDS / STI und sexueller Gesundheit

Beratung

Hetero? Homo? Bi?…? Oder vielleicht auch Trans?

WIE AUCH IMMER – Wir, die Fachkräfte der Beratungsstellen zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) in den Gesundheitsämtern in NRW sind für Sie da.

Wir beraten Sie vertraulich, anonym, vorurteilsfrei und kostenlos zu folgenden Themen:

  • HIV und weiteren STI wie zum Beispiel Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper), Hepatitis, Syphilis (Lues)
  • Testmöglichkeiten auf HIV und weitere STI
  • Verhütung und Schutz
  • Sexualität und Partnerschaft
  • Sexuelle Gesundheit
  • Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) und Post-Expositions-Prophylaxe (PEP)

Übersicht der Beratungsstellen

Allgemeine Informationen zu HIV / AIDS / STI und sexueller Gesundheit

HIV-Übertragung

Sorgen Sie sich, dass Sie sich mit HIV oder einer anderen sexuell übertragbaren Infektion (STI) angesteckt haben könnten? Eine Beratung, gegebenenfalls ein Test kann Klarheit schaffen.

Wir, die Fachkräfte der Beratungsstellen zu HIV und weiteren STI sind für Sie da. Wir beraten Sie vertraulich, anonym, individuell, akzeptierend und kostenlos.

Ausführliche Informationen zum Beratungs- und Testangebot erhalten Sie beim Gesundheitsamt in Ihrer Nähe. Wir informieren Sie gern über unser Angebot. Sprechen Sie uns an.

Allgemeine Informationen zu HIV / AIDS / STI und sexueller Gesundheit

Testzeitpunkt für den HIV-Test

HIV-Test (Labordiagnostik)

Geben Sie das Datum ihres Ansteckungsrisikos an und schauen Sie nach, ab wann (6 Wochen nach dem möglichen Infektionsrisiko) der HIV-Test als Labordiagnostik eine Ansteckung nachweisen oder mit hoher Sicherheit ausschließen kann.

Wann war Ihr letztes Ansteckungsrisiko?

HIV-Test (Schnelltest)

Geben Sie das Datum Ihres Ansteckungsrisikos an und schauen Sie nach, ab wann (12 Wochen nach dem letzten Infektionsrisiko) der HIV-Test als Schnelltest eine Ansteckung nachweisen oder mit hoher Sicherheit ausschließen kann.

Wann war Ihr letztes Ansteckungsrisiko?


Wichtiger Hinweis!

Bitte informieren Sie die Beratungsfachkraft, falls zur Senkung des HIV-Infektionsrisikos Medikamente eingenommen werden (PrEP oder PEP). In diesem Fall wird in der Beratung besprochen, ob und wann ein sicheres Testergebnis zu erwarten ist.

Allgemeine Informationen zu HIV / AIDS / STI und sexueller Gesundheit

Testangebot

Wir beraten Sie vertraulich, anonym und kostenfrei zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) an.

Zudem bieten wir anonyme, vertrauliche und kostenfreie Testungen auf HIV, Syphilis (Lues), Chlamydien und Gonorrhoe (Tripper) an.

Das weitere Angebot erfragen Sie bitte beim Gesundheitsamt in Ihrer Nähe.

Hinweis: Wir sind uns darüber bewusst, dass Körper sehr vielfältig sind und Menschen unterschiedliche Bezeichnungen für ihre Genitalien verwenden. Zur besseren Verständlichkeit der Informationen auf der Website verwenden wir Vagina synonym für z.B. Scheide, Muschi, Front-Hole, Pussy und Penis synonym für z.B. Pimmel, Schwanz, Big-Clit, Glied.

HIV-Test

Beim HIV-Test – oft auch AIDS-Test genannt – wird das Blut auf HIV-Antigen und HIV-Antikörper untersucht. Das Antigen ist ein Bestandteil des HI-Virus und die Antikörper sind Abwehrstoffe, die das menschliche Immunsystem gegen das HI-Virus bildet. Er ist nicht Bestandteil der üblichen hausärztlichen Blutuntersuchungen. Eine HIV-Infektion wird dadurch nicht erkannt.

Der Test darf nur mit Ihrem Einverständnis durchgeführt werden.

Für die Blutentnahme müssen Sie nicht nüchtern sein

Die Zeitdauer zwischen Ansteckung und Nachweisbarkeit von Antikörpern kann bei Menschen unterschiedlich sein und hängt vom jeweiligen Testverfahren ab: 6 Wochen bei der Labordiagnostik und 12 Wochen beim Schnelltest.

Welches Testverfahren im Einzelfall in Frage kommt, wird im persönlichen Gespräch geklärt. Auch Fragen zum Ansteckungsrisiko, Schutzmöglichkeiten etc. können besprochen werden. Die Beratung und der HIV-Test sind anonym, kostenlos und vertraulich.

Eine HIV-Infektion ist heutzutage gut behandelbar. Voraussetzung ist eine rechtzeitige Diagnose. Deswegen ist ein frühzeitiger HIV-Test sinnvoll.

Syphilis-Test

Die Syphilis-Diagnostik erfolgt über einen Bluttest. Gesucht wird nach Antikörpern (Abwehrstoffe), die das menschliche Immunsystem gegen den Syphilis-Erreger bildet.

Hier ist zu beachten, dass eine Syphilisinfektion frühestens nach 2 bis 3 Wochen im Blut nachweisbar ist und erst 12 Wochen nach einem Risikokontakt sicher ausgeschlossen werden kann.

Nach einer Beratung erfolgt die Blutentnahme im Gesundheitsamt. Sie müssen dazu nicht nüchtern sein. Der Zeitraum zwischen Blutabnahme und dem Eintreffen des Ergebnisses beträgt etwa eine Woche, manchmal auch weniger. Das Ergebnis wird Ihnen persönlich mitgeteilt.

Der Test ist kostenfrei, anonym und vertraulich.

Chlamydien-Test

Eine Chlamydieninfektion kann sowohl genital (Vagina/Penis), als auch rektal (Po) und oral (Mund) vorkommen (je nach Kontakt). Eine Untersuchung ist dementsprechend mit einem Abstrich bzw. einer Urinprobe verbunden.

Eine Ansteckung mit Chlamydien kann frühestens 2 bis 3 Wochen nach dem Risiko nachgewiesen werden.

Der Zeitraum zwischen Probenentnahme und dem Eintreffen des Ergebnisses beträgt etwa eine Woche, manchmal auch weniger.

Gonokokken-Test

Eine Gonokokkeninfektion kann sowohl genital (Vagina/Penis), rektal (Po) als auch oral (Mund) stattfinden (je nach Kontakt). Eine Untersuchung ist dementsprechend mit einem Abstrich bzw. einer Urinprobe verbunden.

Eine Ansteckung mit Gonokokken kann frühestens 1 bis 3 Wochen nach dem Risiko nachgewiesen werden.

Der Zeitraum zwischen Probenentnahme und dem Eintreffen des Ergebnisses beträgt etwa eine Woche, manchmal auch weniger.

Allgemeine Informationen zu HIV / AIDS / STI und sexueller Gesundheit

Beratungsstellen

Beratungsstellen nach Städten sortiert

Beratungsstellen mit Umkreissuche (extern)

Allgemeine Informationen zu HIV / AIDS / STI und sexueller Gesundheit

Infos zu HIV und STI

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu HIV/AIDS und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI).

HIV/AIDS

Hepatitis A

Syphilis (Lues)

Chlamydien

Hepatitis B

Gonorrhoe

Hepatitis C

Für Fragen und Anliegen stehen wir, die Fachkräfte der  Beratungsstellen der Gesundheitsämter in NRW zur Verfügung. Wir beraten Sie vertraulich, anonym, unkompliziert und kostenfrei zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI).

Zudem bieten wir Ihnen kostenlose und anonyme Untersuchungen auf HIV (HIV-Antigen-Antikörper-Suchtest) und Syphilis an. Ob auch Tests auf weitere STI (zum Beispiel Chlamydien und Gonorrhoe) angeboten werden, erfragen Sie bitte beim Gesundheitsamt in Ihrer Nähe.

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PEP – Post-Expositions-Prophylaxe

PEP ist eine Abkürzung und steht für Post-Expositions-Prophylaxe. Die PEP erfolgt mit einer Medikamentenkombination, welche nach einem möglichen Kontakt mit HI-Viren eingenommen werden kann, um das Erkrankungsrisiko deutlich zu verringern.

Wie funktioniert die PEP?

Die PEP ist für Personen gedacht, die nicht mit dem HI-Virus infiziert sind (HIV-negativ) und ein klares bzw. hohes Risiko für eine HIV-Übertragung hatten. Dazu werden für 4 Wochen Medikamente gegen HIV eingenommen. Die Medikamente verhindern mit hoher Sicherheit eine Ansteckung.

Mit der PEP-Einnahme sollte so schnell wie möglich nach dem Risikokontakt begonnen werden, am besten innerhalb der ersten zwei Stunden, möglichst aber innerhalb von 24 Stunden und spätestens nach 48 Stunden. Ob eine PEP bis zu 72 Stunden nach dem Risiko noch sinnvoll sein kann, ist umstritten.

Was ist bei der PEP zu beachten?

  • Vor Einnahme der PEP erfolgt eine medizinische Beratung.
  • Die PEP schützt nur vor HIV und nicht vor weiteren sexuell übertragbaren Infektionen.
  • Mit der PEP-Einnahme sollte so schnell wie möglich nach dem Risikokontakt begonnen werden.
  • Die PEP-Medikamente müssen 4 Wochen lang eingenommen werden.
  • Eine Kontrolle des HIV-Status sollte 6 und 12 Wochen nach Beendigung der PEP erfolgen.

An wen muss ich mich wenden, um eine PEP zu erhalten?

Eine Liste aller Kliniken, die die PEP rund um die Uhr anbieten, finden Sie PEP-Kliniken. Tagsüber ist die PEP auch in HIV-Schwerpunktpraxen erhältlich.

Wer trägt die Kosten?

Die PEP wird nur im Notfall und nur nach ärztlicher Beratung und Verordnung vergeben. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, wenn ein hohes Risiko einer HIV-Übertragung bestand.

Die HIV-/STI-Beratungsstellen der Gesundheitsämter in NRW bieten eine anonyme, vertrauliche und kostenlose Beratung an.

Gut zu wissen

Wir, die Fachkräfte der Beratungsstellen zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) sind für Sie da. Wir bieten Ihnen vertrauliche, anonyme und kostenlose Beratung an.

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PrEP – Prä-Expositions-Prophylaxe

PrEP ist eine Abkürzung und steht für Prä-Expositions-Prophylaxe. Dabei wird ein Medikament nach einem ganz bestimmten Schema eingenommen, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. In Deutschland ist die PrEP nur in Verbindung mit Safer-Sex-Praktiken zugelassen.

Wie funktioniert die PrEP?

Die PrEP ist für Personen gedacht, die nicht mit dem HI-Virus infiziert sind (HIV-negativ) und sich vor einer Ansteckung schützen wollen. Die Einnahme der PrEP muss vor dem möglichen HIV-Risikokontakt begonnen werden. Durch eine regelmäßige Einnahme soll der Wirkstoff das HI-Virus an der Vermehrung hindern. Dadurch wird die Entwicklung einer HIV-Infektion vermieden.

Was ist bei der PrEP zu beachten?

  • Zu Beginn der PrEP darf keine HIV-Infektion vorliegen. Eine bestehende HIV-Infektion würde durch die Medikamente unzureichend behandelt.
  • Die PrEP schützt nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI).
  • Es finden regelmäßige Untersuchungen auf HIV sowie die Kontrolle der Nierenfunktion statt.
  • Testungen auf weitere sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien, Gonokokken und Syphilis sollten vor Start und während der PrEP in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.
  • Ein aktiver Impfschutz gegen Hepatitis A und B ist sinnvoll. Wenn kein Impfschutz besteht, ist auch eine regelmäßige Kontrolle auf Hepatitis A und B sehr wichtig.

Wie sicher ist die PrEP?

Die Sicherheit der PrEP wurde durch Studien belegt („Ipergay“ und „PROUD“, 2015). Die PrEP hat eine ähnlich gute Schutzwirkung vor HIV wie Kondome.

An wen muss ich mich wenden, um eine PrEP zu erhalten?

Die Medikamente der PrEP sind verschreibungspflichtig und sollten von speziell geschulten Ärzt*innen verordnet werden.

Infos zu PrEP und interaktive Standortsuche für PrEP-Begleitung durch Schwerpunktpraxen gibt es unter

Wer trägt die Kosten?

Die Kosten der PrEP, einschließlich der erforderlichen Vor- und Regeluntersuchungen werden bei gesetzlich Krankenversicherten von der Krankenkasse übernommen. Privat Krankenversicherte können eine mögliche Kostenübernahme bei ihrer Krankenkasse erfragen.

Nebenwirkungen

Während der PrEP-Behandlung können zum Beispiel folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Nierenschäden
  • Abnahme der Knochendichte

In der Regel verschwinden diese Nebenwirkungen nach Beendigung der PrEP-Behandlung.

Gut zu wissen

Wir, die Fachkräfte der Beratungsstellen zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen  (STI) sind für Sie da. Wir bieten Ihnen vertrauliche, anonyme und kostenlose Beratung an.

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Hygiene

Diese Information soll einige Hinweise und Tipps geben, um sexuell übertragbare Infektionen (STI) sowie weitere Infektionen und Erkrankungen zu vermeiden.

STI sind in der Regel sehr leicht übertragbar. Einige können durch Beobachtung von Veränderungen oder Beschwerden, andere nur durch gezielte Untersuchung erkannt werden. Für die richtige Diagnose und Therapie ist eine medizinische Beratung und Untersuchung notwendig.

Die Gesundheitsämter in NRW bieten anonyme und kostenfreie Beratungen an.

Wir, die Fachkräfte der Beratungsstellen zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) sind für Sie da. Wir bieten Ihnen vertrauliche, anonyme und kostenlose Beratung an. Bitte erkundigen Sie sich vor Ort, ob auch Untersuchungen und Behandlungen möglich sind und ob Kosten entstehen. 

Hinweis: Wir sind uns darüber bewusst, dass Körper sehr vielfältig sind und Menschen unterschiedliche Bezeichnungen für ihre Genitalien verwenden. Zur besseren Verständlichkeit der Informationen auf der Website verwenden wir Vagina synonym für z.B. Scheide, Muschi, Front-Hole, Pussy und Penis synonym für z.B. Pimmel, Schwanz, Big-Clit, Glied.

Intimpflege

Übertriebene, aber auch zu wenig Hygiene kann zu Genitalinfektionen und allergischen Reaktionen führen.

Zu häufiges Waschen schwächt den natürlichen Abwehrmechanismus der Haut.

Intimpflege am besten unter fließendem Wasser in der Dusche betreiben. Parfümierte Seifen und Badezusätze greifen den Säureschutzmantel der Haut an.

Für die Reinigung des äußeren Intimbereichs ist warmes Wasser ausreichend.

Wenn überhaupt, sollte für die Vagina eine Waschlotion im niedrigen (sauren) pH-Bereich (pH 3,5 – 4,5) verwendet werden.

Beim Penis ist vor allem das Smegma an der Eichel und unter der zurückgeschobenen Vorhaut täglich abzuwaschen. Smegma ist eine helle, fetthaltige Substanz, bestehend aus Absonderungen von Talgdrüsen, Hautschüppchen und Bakterien. Wird es nicht entfernt, kann es Entzündungen hervorrufen sowie das Risiko für Peniskrebs erhöhen.
Das ideale Waschgel für die Intimpflege des Penis ist hautneutral, seifenfrei, ohne Duftstoffe und alkoholfrei. Hoden und After werden anschließend gereinigt und vorsichtig mit einem weichen und frischen Handtuch abgetrocknet.

Intimsprays, Feuchttücher und parfümierte Slipeinlagen reizen die Haut und können zu allergischen Reaktionen/Entzündungen führen.

Vaginalspülungen sind zu keiner Zeit sinnvoll.

Menstruation

Auch während der Periode reicht klares Wasser zur Reinigung des Intimbereichs aus.

Binden fangen das Blut außerhalb des Körpers auf. Sie sollten generell nicht synthetisch umhüllt sein, um der Vermehrung von Keimen vorzubeugen.

Tampons und Soft-Tampons werden in der Scheide angewandt. Um Infektionen zu vermeiden, müssen sie spätestens nach 6 bis 8 Stunden gewechselt werden.

Vor dem Einführen von Menstruationshygienemitteln in die Vagina sind die Hände gründlich mit Seife zu waschen.

Soft-Tampons sind nach Anleitung anzuwenden. Wegen der Infektionsgefahr dürfen sie nicht mehrmals verwendet und ausgewaschen werden. Keinesfalls dürfen Soft-Tampons zerschnitten werden, da sie ansonsten unerreichbar tief in die Vagina rutschen können. Sollten sie dennoch verrutschen, ist eine schnelle Entfernung bei Ärzt*innen zur Vermeidung schwerer gesundheitlicher Probleme notwendig.

Bei vaginalen Infektionen und geringer Blutungsstärke sollten ausschließlich Binden verwendet werden.

Toilette

Weiches Toilettenpapier gehört zur Intimpflege und schont die Haut im Intimbereich und um den Anus. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Produkte keine Bleichmittel oder Duftstoffe enthalten, da diese zu Reizungen oder Allergien führen können.

Nach dem Toilettengang von „vorne“ nach „hinten“ reinigen. So lässt sich das Verschleppen von Darmkeimen in den Vaginalbereich vermindern.

Krankheiten / Infektionen

Ein heller bis weißlicher vaginaler Ausfluss ist normal und nicht unbedingt ein Anzeichen für eine Infektion.

Bei Veränderung der Farbe (gelblich, grünlich), des Geruchs oder der Beschaffenheit (krümelig, schaumig) ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen. Von einer Selbstbehandlung ist dringend abzuraten.

Bei Einnahme von Antibiotika können vorsorglich spezielle Vaginalzäpfchen mit Lactobazillen (aus der Apotheke) benutzt werden, um einer Pilzinfektion vorzubeugen (Achtung: Kondomsicherheit).

Der wichtigste Schritt bei der richtigen Intimhygiene des Penis ist die Reinigung um und unter der Vorhaut unbeschnittener Personen. Die Vorhaut wird vorsichtig zurückgeschoben. Ist das nicht schmerzfrei möglich, liegt u.U. eine Vorhautverengung (Phimose) vor. In diesem Fall ist eine medizinische Beratung und Untersuchung erforderlich.

Wenn Sie trotz guter Intimpflege Hautveränderungen bemerken, eine verstärkte Sekretion aus der Harnröhre feststellen, Juckreiz verspüren oder unangenehm riechen, ist eine ärztliche Abklärung notwendig, um sexuell übertragbare Infektionen (STI), andere Infektionen und Erkrankungen ausschließen zu können.

Das Einholen eines ärztlichen Rates gilt auch für alle Veränderungen am Hoden und im Analbereich.

Analspülung

Vor dem Analverkehr nehmen viele Menschen eine Analspülung vor.

Zur Analspülung können Analballon, Klistier, Darmrohr oder ein Duschaufsatz verwendet werden. Es ist darauf zu achten, dass das Wasser körperwarm und der Wasserdruck nicht zu stark ist.

Wegen der hohen Verletzlichkeit der Darmschleimhaut ist ein vorsichtiges Vorgehen wichtig. Die Verwendung von scharfkantigen Materialien ist unbedingt zu vermeiden.

Das Material ist nur von einer Person zu benutzen. Wiederverwendbare Materialien sind vor jeder erneuten Benutzung unbedingt zu desinfizieren.

Unterwäsche und Slipeinlagen

Die täglich zu wechselnde Unterwäsche sollte bei 60°C waschbar sein und einen hohen Anteil an Naturfasern (beispielsweise Baumwolle) enthalten, um Schweiß aufzunehmen, die Haut atmen zu lassen und Infektionen vorzubeugen.

Unterwäsche aus Kunststofffasern führt zur Bildung einer „feuchten Kammer“, die die Ausbreitung von Keimen fördert. Slipeinlagen mit Kunststoffunterseite haben einen ähnlichen Effekt.

String- und Spitzentangas sind ein ständiger Reiz für die empfindliche Haut und sollten nur in Ausnahmefällen getragen werden. Bei akuten Infektionen ist davon abzuraten.

Intim-Piercings

Intim-Piercings können sich entzünden, wenn sie unter unhygienischen Umständen gestochen oder anschließend nicht richtig gereinigt und desinfiziert werden. Die Wahl eines seriösen Piercing-Studios und das exakte Einhalten der Pflege-/Desinfektions-Anleitung kann das Infektionsrisiko gering halten.

Auch später bedürfen Intim-Piercings ständiger Beobachtung und Pflege. Rötungen, Schwellungen und Schmerzen müssen ärztlich abgeklärt werden und können als Eintrittspforten für Erreger von STI dienen.

Je nach Art des Intimpiercings kann der Gebrauch von Kondomen erschwert sein. Das Kondom kann leichter beschädigt werden.

Intimrasur

Für viele Menschen gehört das Rasieren der Schamhaare zur täglichen Pflege.

Wichtig ist, bei der Nassrasur eine saubere, scharfe Klinge zu verwenden.

Trockenrasur und Enthaarungsgels reizen die Haarwurzeln und können dadurch zu Entzündungen führen.

Um dies zu vermeiden, ist es sicherer, die Behaarung des Intimbereichs lediglich mit einem elektrischen Trimmer zu stutzen.

Hepatitis-A/B-Schutzimpfung

Für Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung wird eine Hepatitis-A/B-Impfung empfohlen, die in diesem Fall kostenfrei als Indikationsimpfung durchgeführt werden kann.

Das Hepatitis-A-Virus kann auch bei ausreichender Hygiene übertragen werden, da durch Sexualpraktiken wie dem Lecken im Analbereich (Anilingus/engl. rimming) eine Ansteckung möglich ist.

Gut zu wissen

Wir, die Fachkräfte der Beratungsstellen zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) sind für Sie da. Wir bieten Ihnen vertrauliche, anonyme und kostenlose Beratung an.

Gut zu wissen

Für Fragen und Anliegen stehen wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der  Beratungsstellen der Gesundheitsämter in NRW zur Verfügung. Wir beraten Sie vertraulich, anonym, unkompliziert und kostenfrei zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI).

Zudem bieten wir Ihnen kostenlose und anonyme Untersuchungen auf HIV (HIV-Antigen-Antikörper-Suchtest) und Syphilis an. Ob auch Tests auf weitere STI (zum Beispiel Chlamydien und Gonorrhoe) angeboten werden, erfragen Sie bitte beim Gesundheitsamt in Ihrer Nähe.

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